Dortmund – Der Dortmunder Flughafen hat im dritten Quartal 2026 nach eigenen Angaben erstmals in diesem Jahr die Marke von einer Million Passagieren in drei Monaten überschritten. Von Juli bis September nutzten demnach rund 1,01 Millionen Menschen den Airport, das wären 5,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für Urlauber aus dem östlichen Ruhrgebiet ist das vor allem deshalb relevant, weil der Flughafen sein Streckennetz weiter ausbaut: Rom soll ab 25. Oktober dazukommen, außerdem nennt der Airport für 2026 bereits acht neue Ziele, darunter Mailand, Palermo und London.
Auch für das Gesamtjahr sieht es aus Sicht des Unternehmens gut aus. In den ersten neun Monaten 2026 zählte der Flughafen nach eigenen Angaben mehr als 2,62 Millionen Fluggäste. Das wäre ein Plus von rund 179.000 Reisenden gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Der Airport verweist dabei auf das starke Sommerreisegeschäft, neue Strecken und eine hohe Auslastung der angebotenen Sitzplätze.
Als wichtigsten Wachstumstreiber nennt der Flughafen Wizz Air. Das Fluggastaufkommen der ungarischen Billigfluggesellschaft sei im dritten Quartal im Jahresvergleich um etwa 13 Prozent gestiegen. Wizz Air ist in Europa ein großer Low-Cost-Anbieter. Gerade an Regionalflughäfen spielen solche Airlines eine wichtige Rolle, weil sie viele Direktverbindungen anbieten, dafür aber oft Zusatzleistungen wie Gepäck, Sitzplatzwahl oder Verpflegung extra berechnen. Der günstige Einstiegspreis ist also nicht immer schon der Endpreis – der Klassiker im Handgepäck-Drama bleibt der Aufpreis am Schluss.
Für Reisende aus NRW sind zusätzliche Verbindungen ab Dortmund grundsätzlich eine gute Nachricht: kürzere Anreise, weniger Umweg, im besten Fall auch günstigere Tickets. Trotzdem sagt die Passagierzahl allein noch nichts darüber aus, ob ein Flug ab Dortmund für den Einzelnen wirklich die beste Wahl ist. Offen bleibt bislang unter anderem, wie häufig die neuen Strecken bedient werden, ob sie ganzjährig oder nur saisonal angeboten werden und zu welchen Preisen. Auch Angaben zu Gepäckregeln, Umbuchung oder Storno nennt der Flughafen in diesem Zusammenhang nicht.
Einordnen lässt sich das Wachstum trotzdem: Dortmund ist ein regionaler Verkehrsflughafen und lag zuletzt deutschlandweit gemessen an der Passagierzahl auf Platz 11. Bereits im Dezember 2024 wurde dort erstmals die Marke von mehr als drei Millionen Reisenden in einem Jahr überschritten. Das zeigt, dass der Standort im Markt angekommen ist – auch wenn Regionalflughäfen weiter stark davon abhängen, wie Airlines ihre Flugzeuge stationieren und welche Strecken sich wirtschaftlich tragen.
Wer über einen Abflug ab Dortmund nachdenkt, sollte daher nicht nur auf neue Zielnamen schauen, sondern auch vergleichen. In NRW kommen je nach Wohnort und Reiseziel oft auch andere Flughäfen infrage. Ähnliche Verbindungen gibt es häufig auch ab größeren Airports der Region. Ein Preis- und Zeitvergleich lohnt sich besonders bei Billigfluglinien, weil Anfahrt, Parken und Zusatzgebühren den vermeintlichen Schnapper schnell aufblasen können.
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